Der Bun­des­rat hat dem Steu­er­än­de­rungs­ge­setz am 19.12.2025 zuge­stimmt, sodass u.a. die Sen­kung der Umsatz­steu­er für Spei­sen in der Gas­tro­no­mie ab dem 1.1.2026 anzu­wen­den ist. Die nach­fol­gen­den Aus­füh­run­gen geben einen Über­blick über die wich­tigs­ten Ände­run­gen bei der Umsatzsteuer.

Ände­run­gen bei der Umsatzsteuer

1. Sen­kung der Umsatz­steu­er für Spei­sen in der Gas­tro­no­mie (§ 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG)
Die Umsatz­steu­er für Spei­sen in der Gas­tro­no­mie (Restau­rant- und Ver­pfle­gungs­dienst­leis­tun­gen, mit Aus­nah­me der Abga­be von Geträn­ken) wird ab dem 1.1.2026 dau­er­haft auf 7 Pro­zent (ermä­ßig­ter Umsatz­steu­er­satz) redu­ziert. Als tem­po­rä­re Kri­sen­maß­nah­me galt dies bereits vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2023. Seit dem 1.1.2024 gilt für die­se Leis­tun­gen wie­der der Regel­steu­er­satz­Ziel der Maß­nah­me ist die wirt­schaft­li­che Unter­stüt­zung der Gas­tro­no­mie­bran­che. Außer­dem sol­len Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen ver­mie­den wer­den, da gelie­fer­te oder mit­ge­nom­me­ne Spei­sen bereits dem ermä­ßig­ten Umsatz­steu­er­satz unterliegen.

2. Vor­steu­er-Ver­gü­tungs­ver­fah­ren (§ 18g Satz 5 UStG)
Die elek­tro­ni­sche Bekannt­ga­be von Beschei­den über die Nicht­wei­ter­lei­tung eines Antra­ges auf Vor­steu­er-Ver­gü­tung durch das BZSt wird im Hin­blick auf § 122a AO in der ab 1.1.2026 gel­ten­den Fas­sung als Regel­fall aus­ge­stal­tet, indem das der­zei­ti­ge Zustim­mungs­er­for­der­nis des inlän­di­schen Unter­neh­mers abge­schafft wird.

3. Nut­zung der zen­tra­len Zoll­ab­wick­lung (§ 21b UStG)
Mit einem neu­en § 21b UStG soll die im Zoll­ko­dex der Uni­on (UZK) vor­ge­se­he­ne mit­glied­staat­über­grei­fen­den Ent­kop­pe­lung des Gestel­lungs­or­tes und des Orts der Abga­be der Zoll­an­mel­dung im Umsatz­steu­er­recht umge­setzt wer­den, mit der Fol­ge, dass nicht im Inland ansäs­si­ge Unter­neh­mer, denen die Teil­nah­me an der mit­glied­staat­über­grei­fen­den zen­tra­len Zoll­ab­wick­lung gemäß Art. 179 Abs. 1 UZK bewil­ligt ist und die im Inland steu­er­li­che Umsät­ze nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 UStG erbrin­gen, für die­se Umsät­ze im Inland die Ein­fuhr­um­satz­steu­er schul­den und nach inlän­di­schen Maß­ga­ben dafür erklä­rungs­pflich­tig sind.

4. Anhe­bung der Durch­schnitts­satz­gren­ze (§ 23a Abs. 2 UStG)
Zur Berech­nung der abzieh­ba­ren Vor­steu­er­be­trä­ge für Kör­per­schaf­ten, Per­so­nen­ver­ei­ni­gun­gen und Ver­mö­gens­mas­sen im Sin­ne des § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG gilt ein Durch­schnitts­satz von 7 Pro­zent. Die­sen Durch­schnitt­satz kön­nen die begüns­tig­ten Unter­neh­mer nur bis zu einem bestimm­ten Umsatz in Anspruch neh­men. Um wei­ter­hin ein­heit­li­che Betrags­gren­zen zur Steu­er­erleich­te­rung von steu­er­be­güns­tig­ten Kör­per­schaf­ten zu errei­chen, wird ab 1.1.2026 die Umsatz­gren­ze par­al­lel zu der Erhö­hung der Besteue­rungs­gren­ze nach § 64 Abs. 3 und § 67a AO auch in § 23a Abs. 2 UStG von 45.000 € auf 50.000 € angehoben.

Quelle:Sonstige | Geset­zes­än­de­rung | Bun­des­rats­druck­sa­che 745/25 | 18-12-2025