Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen gewäh­ren auf der Grund­la­ge von § 65a SGB V Geld­prä­mi­en für gesund­heits­be­wuss­tes Ver­hal­ten. Die ein­kom­men­steu­er­recht­li­che Behand­lung die­ser Geld­prä­mi­en war bereits mehr­fach Gegen­stand höchst­rich­ter­li­cher Ent­schei­dun­gen. Um eine ver­wal­tungs­in­ten­si­ve Auf­tei­lung – ins­be­son­de­re in Fäl­len pau­scha­ler Aus­ge­stal­tung der Bonus­mo­del­le – im Ein­zel­fall zu ver­mei­den, wur­de im Wege einer Ver­wal­tungs­re­ge­lung eine Ver­ein­fa­chungs­re­ge­lung geschaf­fen (BMF-Schrei­ben vom 16.1.2021 und vom 7.10.2022). Die­se Ver­wal­tungs­re­ge­lung gilt für Zah­lun­gen, die bis zum 31.12.2024 geleis­tet wur­den. Da sich die Ver­ein­fa­chungs­re­ge­lung in der Pra­xis bewährt hat, ist sie nun­mehr im Jah­res­steu­er­ge­setz 2024 gesetz­lich fixiert worden.

Ab dem 1.1.2025 gilt somit Fol­gen­des: Geld­prä­mi­en, die gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen für gesund­heits­be­wuss­tes Ver­hal­ten auf der Grund­la­ge von § 65a SGB gewäh­ren, gel­ten bis zu einer Höhe von 150 € pro ver­si­cher­te Per­son und Bei­trags­jahr nicht als Bei­trags­er­stat­tung. Bonus­leis­tun­gen, die die­se Sum­me über­stei­gen, gel­ten zukünf­tig stets als Bei­trags­er­stat­tung. Aber: Der Steu­er­pflich­ti­ge kann zukünf­tig auch nach­wei­sen, dass Bonus­zah­lun­gen in Höhe des über­stei­gen­den Betra­ges nicht als Bei­trags­er­stat­tun­gen zu qua­li­fi­zie­ren sind z. B. bei der Teil­nah­me an Gesundheitsprogrammen.

Quelle:EStG | Gesetz­li­che Rege­lung | § 10 Abs. 2b Satz 2 und 3 EStG i.d.F. des Jah­res­steu­er­ge­set­zes 2024 | 02-01-2025