Nach dem bis­her nicht geän­der­ten § 64 Abs. 1 EStDV hat der Steu­er­pflich­ti­ge den Nach­weis der Zwangs­läu­fig­keit von Auf­wen­dun­gen im Krank­heits­fall durch eine Ver­ord­nung eines Arz­tes oder Heil­prak­ti­kers für Arz­nei-, Heil- und Hilfs­mit­tel zu erbringen. 

Aber! Ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2024 funk­tio­niert die­ser Nach­weis wegen der Ein­füh­rung des E-Rezepts nicht mehr, weil die Ver­ord­nung des Arz­tes oder Heil­prak­ti­kers für Arz­nei-, Heil- und Hilfs­mit­tel mit­hil­fe eines E-Rezepts über­mit­telt wird. Der Nach­weis ist laut BMF im Fal­le eines ein­ge­lös­ten E-Rezepts ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2024 wie folgt zu erbringen:

  • durch den Kas­sen­be­leg der Apo­the­ke bzw.
  • durch die Rech­nung der Online-Apo­the­ke oder
  • bei Ver­si­cher­ten mit einer pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung alter­na­tiv durch den Kos­ten­be­leg der Apotheke

Der Kas­sen­be­leg (alter­na­tiv: die Rech­nung der Online-Apo­the­ke) muss fol­gen­de Anga­ben enthalten: 

  • Name der steu­er­pflich­ti­gen Person
  • die Art der Leis­tung (zum Bei­spiel Name des Arzneimittels)
  • den Betrag bzw. Zuzahlungsbetrag
  • Art des Rezeptes

Hin­weis: Für den Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2024 wird es laut BMF nicht bean­stan­det, wenn der Name der steu­er­pflich­ti­gen Per­son nicht auf dem Kas­sen­be­leg ver­merkt ist. Das heißt ab 2025 muss der Name der steu­er­pflich­ti­gen Per­son auf dem Kas­sen­be­leg ver­merkt sein.

Quelle:BMF-Schreiben | Ver­öf­fent­li­chung | IV C 3 – S 2284/20/10002 :005 | 25-11-2024