Nach dem zur­zeit vor­lie­gen­den Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung sol­len die fol­gen­den steu­er­li­chen Rege­lun­gen zu Ein­kom­men­steu­er wie folgt geän­dert werden:

Sonn- und Fei­er­tags­zu­schlä­ge (§ 3b Abs. 2 Satz 1 EStG)
Der maxi­mal zuläs­si­ge Grund­lohn für die Berech­nung steu­er­frei­er Sonn- und Fei­er­tags­zu­schlä­ge soll ab 2027 von 50 € auf 75 € pro Stun­de ange­ho­ben wer­den. Der Grund­lohn für Nacht­zu­schlä­ge soll unver­än­dert bei 50 € bestehen bleiben.

Arbeit­neh­mer-Pausch­be­trag (§ 9a Satz 1 Nr. 1 Buch­sta­be a EStG)
Der Arbeit­neh­mer-Pausch­be­trag (= Wer­bungs­kos­ten­pau­scha­le) soll ab 2027von bis­her 1.230 € um 200 € auf 1.430 € erhöht werden.

Kin­der­frei­be­trag und Kin­der­geld (§§ 32 Abs. 6 Satz 1 EStG)
Der Kin­der­frei­be­trag für das säch­li­che Exis­tenz­mi­ni­mum des Kin­des soll 2027 für jeden Eltern­teil von 3.414 € um 150 € auf 3.564 € ange­ho­ben wer­den. Ab 2028 soll eine wei­te­re Erhö­hung um 90 € auf 3.654 € fol­gen. Der Frei­be­trag für den Betreu­ungs- und Erzie­hungs- oder Aus­bil­dungs­be­darf bleibt unver­än­dert bei 1.464 € pro Eltern­teil. Zusam­men mit dem Betreu­ungs- und Erzie­hungs­frei­be­trag soll der gesam­te steu­er­li­che Frei­be­trag für bei­de Eltern­tei­le zusam­men von 9.756 € auf 10.056 € (2027) bzw. 10.236 € (2028) steigen.

Das Kin­der­geld soll ab Janu­ar 2027 von der­zeit 259 € monat­lich auf 267 € und ab Janu­ar 2028 auf 272 € ange­ho­ben werden.

Grund­frei­be­trag und Ein­kom­men­steu­er­ta­rif (§ 32a Abs. 1 EStG)
Der Grund­frei­be­trag soll zunächst in 2027 von bis­her 12.348 € um 216 € auf 12.564 € ange­ho­ben wer­den. Ab 2028 soll eine wei­te­re Anhe­bung um 336 € auf 12.900 € erfol­gen. Gleich­zei­tig soll der bis­he­ri­ge Rei­chen­steu­er­satz von 45% vor­ge­zo­gen und eine neue Rei­chen­steu­er­stu­fe von 47% ein­ge­führt wer­den: Der Steu­er­satz von

  • 45% soll bei einem zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men von 250.000 bis 279.999 € gel­ten und 
  • 47% ab einem zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men von 280.000 €.

Steu­er­ermä­ßi­gung für Hand­wer­kerleis­tun­gen (§ 35a Abs. 3 Satz 1 EStG)
Die steu­er­li­che Absetz­bar­keit von Hand­wer­kerleis­tun­gen für Reno­vie­rungs-, Erhal­tungs- und Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men soll redu­ziert wer­den: Der abzugs­fä­hi­ge Pro­zent­satz soll von 20% auf 15% und der Höchst­be­trag von 1.200 € auf 900 € sin­ken. Der Abzug für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen und Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se nach § 35a Abs. 1 und 2 EStG Haus­halt soll unver­än­dert bleiben.

Pau­schal­steu­er bei Mini­jobs (§ 40a Abs. 2 EStG)
Der ein­heit­li­che Pau­schal­steu­er­satz für gering­fü­gi­ge Beschäf­ti­gun­gen (Mini­jobs) soll ab dem 1.1.2027 von bis­her 2% auf 5% ange­ho­ben werden.

Sozi­al­ver­si­che­rungs­ent­gelt­ver­ord­nung (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV)
Steu­er­freie Sonn- und Fei­er­tags­zu­schlä­ge, die in einem Tarif­ver­trag gere­gelt sind und unter des­sen Gel­tungs­be­reich das Arbeits­ver­hält­nis fällt und des­sen Bestim­mun­gen für das Arbeits­ver­hält­nis gel­ten, sol­len ab 1.1.2027 auch in der Sozi­al­ver­si­che­rung in der­sel­ben Höhe wie bei der Ein­kom­men­steu­er bei­trags­frei gestellt wer­den (75 € pro Stun­de, § 3b Abs. 2 Satz 1 EStG n.F.). Für nicht tarif­ver­trag­lich gere­gel­te Sonn- und Fei­er­tags­zu­schlä­ge sowie für Nacht­zu­schlä­ge ver­bleibt es bei der bis­he­ri­gen Gren­ze von 25 € pro Stun­de (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV a.F.).

Quelle:Sonstige | Gesetz­vor­ha­ben | Jah­res­steu­er­ge­setz 2026 (Regie­rungs­ent­wurf) | 27-08-2026