Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten sind ver­pflich­tet, ihre Rech­nungs­le­gungs­un­ter­la­gen elek­tro­nisch offen­zu­le­gen: Das heißt, Rech­nungs­le­gungs­un­ter­la­gen sind zu ver­öf­fent­li­chen oder zu hin­ter­le­gen. Die Rech­nungs­le­gungs­un­ter­la­gen sind der Stel­le, die das Unter­neh­mens­re­gis­ter führt, elek­tro­nisch zu über­mit­teln. Geschieht dies nicht recht­zei­tig oder nicht voll­stän­dig, führt das Bun­des­amt für Jus­tiz ein Ord­nungs­geld­ver­fah­ren durch. Ver­stößt ein ver­öf­fent­lich­ter Jah­res­ab­schluss gegen Inhalts- oder Form­vor­schrif­ten, wird das Bun­des­amt für Jus­tiz prü­fen, ob ein Buß­geld­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren ist.

Wich­tig! Das Bun­des­amt für Jus­tiz wird in Abstim­mung mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz gegen Unter­neh­men, deren gesetz­li­che Frist zur Offen­le­gung von Rech­nungs­le­gungs­un­ter­la­gen für das Geschäfts­jahr mit dem Bilanz­stich­tag 31. Dezem­ber 2023 am 31. Dezem­ber 2024 endet, vor dem 1. April 2025 kein Ord­nungs­geld­ver­fah­ren nach § 335 HGB ein­lei­ten. Damit sol­len ange­sichts der anhal­ten­den Nach­wir­kun­gen der Aus­nah­me­si­tua­ti­on der COVID-19-Pan­de­mie die Belan­ge der Betei­lig­ten ange­mes­sen berück­sich­tigt werden.

Dar­auf hat auch die Bun­des­steu­er­be­ra­ter­kam­mer hin­ge­wie­sen. Die Kam­mer hat­te sich beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz sowie beim Bun­des­amt für Jus­tiz für ein ent­spre­chen­de Rege­lung eingesetzt.

Fazit: Es han­delt sich fak­tisch um eine Frist­ver­län­ge­rung bei der Offen­le­gung der Jah­res­ab­schlüs­se 2023, die den steu­er­be­ra­ten­den Beru­fen mehr Luft und Pla­nungs­si­cher­heit verschafft.

Quelle:Sonstige | Ver­öf­fent­li­chung | www​.bun​des​jus​tiz​amt​.de | 19-12-2024