Für aus­län­di­sche Unter­neh­mer besteht seit dem 1.1.1997 die Mög­lich­keit, in Deutsch­land einen Fis­kal­ver­tre­ter zu bestel­len und sich von die­sem bei der Erfül­lung der umsatz­steu­er­recht­li­chen Pflich­ten ver­tre­ten zu las­sen. Die Rege­lun­gen, in dem die Rech­te und Pflich­ten des Fis­kal­ver­tre­ters (§§ 22a bis 22e UStG) gere­gelt wer­den, sind mit Wir­kung zum 1.1.2020 geän­dert worden.

Fis­kal­ver­tre­ter sind nach § 22b Abs. 2 UStG nun­mehr ver­pflich­tet, neben der Umsatz­steu­er-Jah­res­er­klä­rung auch vier­tel­jähr­li­che Umsatz­steu­er-Vor­anmel­dun­gen abzu­ge­ben sowie der Umsatz­steu­er-Jah­res­er­klä­rung als Anla­ge eine Auf­stel­lung bei­zu­fü­gen, die die von ihnen ver­tre­te­nen Unter­neh­mer mit deren jewei­li­gen Besteue­rungs­grund­la­gen ent­hält. Zudem ist mit dem neu ein­ge­füg­ten § 22b Abs. 2a UStG gere­gelt, dass die Abga­be von Zusam­men­fas­sen­den Mel­dun­gen durch Fis­kal­ver­tre­ter zu erfol­gen hat.

Der Umsatz­steu­er-Anwen­dungs­er­lass (UStAE) ist geän­dert wor­den und ent­hält nun­mehr fol­gen­de Positionen:

  • Fis­kal­ver­tre­tung (Abschnitt 22a.1 UStAE)
  • Rech­te und Pflich­ten eines Fis­kal­ver­tre­ters (Abschnitt 22b.1 UStAE)
  • Rech­nungs­er­tei­lung im Fall der Fis­kal­ver­tre­tung (Abschnitt 22c.1 UStAE)
  • Zustän­dig­keit und Ver­fah­ren (Abschnitt 22d.1 UStAE)
  • Unter­sa­gung der Fis­kal­ver­tre­tung (Abschnitt 22e.1 UStAE)
Quelle:BMF-Schreiben | Ver­öf­fent­li­chung | III C 3 – S 7395/19/10001 :003 | 08-10-2023